Ausreden, die uns aufhalten

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Andreas Kotte 22-08-2021

Manchmal sind es die Dinge, die wir uns selbst erzählen, die uns am Ende blockieren und vom Wachstum abhalten. Auch Verwandlungskandidatin Katia erging es so. 

Zwar war sie unzufrieden mit ihrem Körper und ihrer Fitness, hat sich aber jahrelang eingeredet, dass es “ja nicht so schlimm sei” und “gerade zeitlich einfach nicht passe”. Wie sie es schaffte, ihr Mindset zu ändern und mit Spaß und Motivation sich selbst endlich zur Priorität zu machen? Das verrät sie uns in der neuen Podcastfolge, die du dir hier anhören kannst:

Wer Entschuldigungen sucht, wird Entschuldigungen finden

Wir Menschen lieben es, Verantwortung abzugeben, um inneren Konflikten zu entkommen und uns selbst zu beruhigen. Abnehmen? Ja, das wäre schon wichtig, aber gerade passt es einfach nicht. Andere Dinge sind wichtiger. Irgendwann mache ich das. 

Na? Kommen euch derlei Gedanken bekannt vor? Ausreden wirken auf den ersten Blick oft gar nicht wie Ausreden. Genau das macht sie so gefährlich: Sie lassen sich ideal als Lebenseinstellung verkleiden. In Wirklichkeit handelte es sich aber um Lebenslügen, die wir glauben oder zumindest glauben wollen. 

Was steckt hinter dem Selbstbetrug?

Ganz einfach: Angst und mangelndes Selbstwertgefühl. Diese Emotionen halten uns davon ab, persönlich über uns hinauswachsen. Dazu kommt, dass wir uns selbst beschwichtigen wollen, um unser schlechtes Gewissen loszuwerden. Das klappt aber meist nur kurzfristig. Die Konsequenz: Wir tragen Ballast mit uns herum. Doch jetzt ist es an der Zeit, diesen Ballast abzuwerfen – nicht nur von den Hüften, auch aus dem Kopf. 

“Ich bin in Zukunft auch mit dem zufrieden, was ich habe.”

Ein Leitspruch, den sich Katia unzählige Male eingeredet hat. Inzwischen weiß sie: Den eigenen Stillstand als vermeintliche Zufriedenheit zu tarnen, bringt sie nicht ans Ziel. 

Zufriedenheit = Wachstum

Zufriedenheit muss nicht bedeuten, dass wir unsere Lebenssituation genau so annehmen, wie sie ist, ohne nach mehr zu streben. Doch genau so definieren viele diesen Begriff. Lasst uns einmal umdenken: Liegt es nicht in der Natur, zu wachsen? Auch ein Baum wächst sein ganzes Leben lang. Wenn er aufhört, zu wachsen, stirbt er.

Zufriedenheit ist unser Feind. Das klingt erst einmal drastisch. Aber: Zufriedenheit bedeutet nicht, dass ich ein gewisses Level erreiche und dieses dann halte. Zufriedenheit bedeutet konstantes Wachstum. Klar, hin und wieder gibt es kleine Einbrüche und das ist vollkommen okay. Auch der Baum hat mal einen harten Winter oder muss einen heißen Dürresommer erleiden. Doch dann kann er sich regenerieren und beginnt wieder, zu blühen und Früchte zu tragen. 

“So schlimm ist es doch gar nicht.”

Auch das ist ein beliebtes Mantra, um nicht ins Handeln zu kommen. Wir Menschen sind unglaublich gut im Verdrängen. So ging es auch Katia…

“Und dann sieht man Fotos und denkt sich: Was? Es IST schlimm. Ich habe mich gar nicht wiedererkannt. Mein Inneres passte nicht zu meinem Äußeren. Und das versuche ich jetzt, anzupassen, damit ich im Einklang mit mir selber bin.”

Das Nervige: Katia hat sich zwar immer eingeredet, dass es “doch nicht so schlimm sei”. Ihre Unzufriedenheit war trotzdem immer präsent. 

“Die Gedanken kreisten die ganze Zeit um meinen Körper, mein Gewicht und um’s Essen. Und trotzdem bin ich nicht aktiv geworden.”

“Es gibt Wichtigeres.”

Merke: Du bist der einzige Mensch, mit dem du dein ganzes Leben verbringen wirst. Dein Körper ist dein Zuhause. Hier solltest du dich wohlfühlen. Auch für Katia war es an der Zeit, sich selbst nicht mehr hinten anzustellen. Denn wie kann man etwas geben, wenn man sich selbst nichts gibt?

“Ich wollte abnehmen, habe das aber immer aufgeschoben, mein Körper war nicht meine Priorität. Ich habe vergessen, etwas für mich selbst zu tun… Dann schiebst du’s immer weiter auf, die Zeit vergeht, man nimmt noch mehr zu und fühlt sich immer unwohler in seiner Haut. Und diese Antriebslosigkeit wird irgendwann so groß, dass es immer schwerer fällt, den ersten Schritt zu machen. Doch jetzt, wo ich angefangen habe, wieder Sport zu machen und auf meinen Körper zu achten, merke ich: Der Stein muss erstmal ins Rollen kommen. Ist das geschafft, macht’s Spaß, es motiviert, man hat ein neues Lebensgefühl!”

“Wenn ich alles geben würde, wäre ich der/die Beste.”

Ein Gedanke, der ohne Zweifel beruhigt. Aber belügen wir uns damit nicht selbst?

Katias Tipp: Starten! Besser heute als morgen. Sie selbst hat sechs Jahre lang immer wieder aufgeschoben, was längst überfällig war: “Man wird immer unfitter und die Hürde wird entsprechend immer größer. Man könnte schon längst am Ziel sein, es ist so schade, dass man sich selbst nicht genug wert ist. Dafür ist das Leben viel zu kurz!”

Hat dich Katja inspiriert? Auch du kannst eine Verwandlung durchlaufen!

 

Bist du bereit, Deine Körperverwandlung zu starten?