Jo-Jo-Effekt nach der Abnehmspritze: was du tun kannst
Abnehmspritze absetzen ohne Jo-Jo-Effekt: geht das?

Die Waage stand endlich da, wo du sie seit Jahren haben wolltest. Und dann fällt der Satz, vor dem sich fast jede Frau fürchtet, die eine Abnehmspritze nimmt: Irgendwann hörst du damit auf. Seitdem liegt eine Frage über allem, was du isst. Kommt das Gewicht dann einfach wieder zurück?
Wir sagen es dir ohne Umweg: Nach dem Absetzen der Abnehmspritze nimmt ein großer Teil der Behandelten wieder zu, und das ist in Studien gut belegt. Es hat nichts damit zu tun, dass du dich hättest mehr zusammenreißen müssen. Das Medikament nimmt dir während der Therapie einen Teil des Hungers ab. Fällt es weg, kommt der Hunger zurück, und zwar in einen Körper, der leichter geworden ist und deshalb weniger Energie verbraucht.
Aber „der Jo-Jo-Effekt ist wahrscheinlich“ ist nicht dasselbe wie „du kannst nichts tun“. Genau darum geht es hier: um den Teil, den du selbst in der Hand hast. Was du aufbauen kannst, solange die Spritze noch wirkt, was in den ersten Wochen danach wirklich zählt, und woran du merkst, dass du ärztliche Begleitung brauchst. Über Dosierungen sprechen wir bewusst nicht, das gehört in die Sprechstunde und nicht in einen Blogbeitrag.
Warum kommt der Jo-Jo-Effekt nach der Abnehmspritze?
Abnehmspritzen wirken alle nach demselben Grundprinzip. Wegovy und Ozempic enthalten den Wirkstoff Semaglutid, Mounjaro enthält Tirzepatid. Beide ahmen körpereigene Darmhormone nach und greifen damit in dein Hunger- und Sättigungsgefühl ein. Sie verlangsamen die Magenentleerung, machen dich früher satt und dämpfen das ständige Kreisen der Gedanken ums Essen. Solange die Einnahme läuft, isst du weniger, ohne dass es sich nach Kampf anfühlt.
Genau das endet, wenn die medikamentöse Therapie endet. Und es endet nicht allein.

Vier Dinge treffen nach dem Absetzen aufeinander:
- Das Hungergefühl kommt zurück. Nicht als Einbildung, sondern als echtes körperliches Signal. Viele Frauen beschreiben das so, als wären sie plötzlich wieder normal hungrig, und sie erschrecken darüber, weil sie es monatelang nicht kannten.
- Dein Körper verbraucht weniger. Ein leichterer Körper braucht weniger Energie, um sich zu bewegen und sich warm zu halten. Dein Stoffwechsel ist deshalb nicht kaputt, er ist nur auf ein kleineres Körpergewicht eingestellt. Was vor der Gewichtsreduktion dein Erhaltungsbedarf war, ist danach ein kleiner Überschuss.
- Ein Teil des verlorenen Gewichts war Muskelmasse. Das gilt für jede deutliche Abnahme, nicht nur für die medikamentöse. Wenn kein Krafttraining und keine ausreichende Eiweißzufuhr gegenhalten, verliert der Körper mit dem Fett auch Muskeln. Und Muskeln sind das Gewebe, das rund um die Uhr Energie verbraucht.
- Die Gewohnheiten sind nicht mitgewachsen. Das ist der unterschätzte Punkt. Wenn dir das Medikament das Weniger-Essen abgenommen hat, hattest du keinen Anlass, dein Essverhalten umzubauen. Fällt die Spritze weg, stehst du mit den Gewohnheiten von vorher da.

Diese vier Punkte verstärken sich gegenseitig. Mehr Hunger trifft auf weniger Verbrauch, und die alten Automatismen sind noch da. So entsteht die Gewichtszunahme nach dem Absetzen, und zwar meist schleichend über Monate, nicht über Nacht. Eine erneute Gewichtszunahme ist damit wahrscheinlich, aber sie ist kein Naturgesetz.
Übrigens: Diesen Mechanismus kennst du vielleicht schon, ohne je eine Spritze benutzt zu haben. Er läuft nach jeder strengen Diät ähnlich ab. Warum ausgerechnet ab der Lebensmitte jede Runde davon schwerer wiegt, haben wir im Beitrag Warum ist Abnehmen ab 40 so schwer ausführlich aufgeschrieben.
Was die Studien zum Absetzen wirklich zeigen
Wie lange hält der Erfolg, wenn das Medikament wegfällt? Hier wird es unbequem, aber Halbwahrheiten helfen dir nicht weiter. Es gibt zwei große Untersuchungen, die genau diese Frage gestellt haben.
In der SURMOUNT-4-Studie, veröffentlicht 2024 im Fachjournal JAMA, erhielten 670 Patientinnen und Patienten mit Adipositas oder Übergewicht zunächst 36 Wochen lang Tirzepatid und verloren im Mittel 20,9 Prozent ihres Körpergewichts. Danach wurde die Hälfte auf ein Scheinmedikament umgestellt. In dieser Gruppe stieg das Gewicht in den folgenden 52 Wochen im Mittel um 14,0 Prozent wieder an. Unter dem Strich lagen diese Teilnehmenden nach 88 Wochen noch 9,9 Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht. Damit war gut die Hälfte des zuvor verlorenen Gewichts wieder da. Wer das Medikament weiter bekam, lag bei 25,3 Prozent.

Die zweite Untersuchung ist die Verlängerung der STEP-1-Studie, 2022 in Diabetes, Obesity and Metabolism erschienen. 327 Teilnehmende wurden ein Jahr nach dem Ende der Behandlung erneut gewogen. Wer davon zuvor 68 Wochen lang Semaglutid bekommen hatte, hatte im Mittel 17,3 Prozent abgenommen und legte danach 11,6 Prozentpunkte wieder zu, also rund zwei Drittel des zuvor verlorenen Gewichts.
Zwei Dinge gehören zu diesen Zahlen dazu, und die liest du in den meisten Artikeln nicht.
- Es wurde nicht nur das Medikament abgesetzt. In der STEP-1-Verlängerung endete zum selben Zeitpunkt auch die begleitende Lebensstilbetreuung. Die Teilnehmenden verloren also gleichzeitig ihre Unterstützung beim Essen und beim Bewegen. Das ist kein Detail, sondern genau der Hebel, um den es in diesem Beitrag geht.
- Beide Studien wurden von den Herstellern der jeweiligen Präparate finanziert. Das entwertet die Ergebnisse nicht, sie sind in angesehenen Fachzeitschriften begutachtet worden. Es gehört aber zur ehrlichen Einordnung.
Und noch etwas fällt auf, wenn man genau hinsieht: Selbst in der Placebo-Gruppe von SURMOUNT-4 hatten die Menschen fast zwei Jahre nach Studienbeginn im Schnitt immer noch knapp zehn Prozent ihres Ausgangsgewichts verloren. Der Gewichtsverlust war also nicht komplett weg. „Alles kommt zurück“ ist die Schlagzeile, aber es ist nicht das, was in den Daten steht.
Warum „dann esse ich eben weniger“ nach der Spritze nicht funktioniert
Die naheliegende Idee nach dem Absetzen lautet: Ich mache einfach mit Willenskraft weiter, was das Medikament vorher gemacht hat. Ich esse weniger und halte durch.

Das scheitert bei den meisten Frauen aus einem einfachen Grund. Du hast mit der Spritze Gewicht verloren, ohne dabei üben zu müssen, wie sich Sattwerden ohne Medikament anfühlt. Während der Therapie hast du nicht weniger gegessen, weil du besonders diszipliniert warst, sondern weil du schlicht keinen Hunger hattest. Diesen Zustand willentlich nachzubauen, ist etwas völlig anderes. Es bedeutet, gegen ein echtes körperliches Signal anzukommen, jeden Tag, mehrmals am Tag.
Dazu kommt: Wenn du jetzt die Portionen radikal zusammenstreichst, erzwingst du zwar kurzfristig eine weitere Gewichtsabnahme, verlierst dabei aber weiter Muskelmasse. Damit sinkt dein Verbrauch noch etwas, und der nächste Anlauf wird härter. Genau dieser Kreislauf ist der klassische Jo-Jo-Effekt, den wir für den Diätweg im Beitrag Jo-Jo-Effekt vermeiden: Abnehmen ohne Diät beschrieben haben.
Was stattdessen trägt, ist keine schärfere Version des Verzichts. Es ist ein Alltag, der auch dann noch funktioniert, wenn du wieder normal Hunger hast.
Du fragst dich, wie das bei dir konkret aussehen kann, wenn die Spritze irgendwann wegfällt?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, was in deinem Alltag realistisch möglich ist.
Jo-Jo-Effekt nach der Abnehmspritze vermeiden: 7 Dinge, die du selbst tun kannst
Keiner dieser Punkte ersetzt die ärztliche Begleitung, und keiner davon hat mit der Dosis oder mit deiner medikamentösen Therapie zu tun. Es geht um das, was in deiner Küche, in deinem Kalender und in deinem Kopf passiert. Das ist genau der Teil, den dir niemand verordnen kann, und der Teil, der darüber mitentscheidet, ob du dein Gewicht halten kannst.
1. Fang an, bevor du aufhörst
Das ist der wichtigste Punkt, und er kommt in fast keinem Ratgeber vor. Die Zeit unter der Abnehmspritze ist das beste Übungsfeld, das du je bekommen wirst. Der Hunger ist gedämpft, der Kopf ist frei, das Essen kostet dich gerade wenig Kraft.

Nutze genau dieses Fenster, um neue Abläufe einzuüben, statt zu warten, bis der Hunger zurück ist. Wer erst am Tag nach dem Absetzen mit der Ernährungsumstellung beginnt, muss zwei schwere Dinge gleichzeitig lernen. Wer sechs Monate vorher anfängt, muss danach nur noch weitermachen.
Wenn du also gerade noch mitten in der Therapie steckst und diesen Beitrag liest, weil dir das Absetzen im Hinterkopf herumgeht: Dann ist jetzt der beste Zeitpunkt, um mit dem Üben anzufangen.
2. Bau jede Mahlzeit um eine Eiweißquelle herum
Eiweiß macht länger satt als alles andere auf dem Teller, und es ist das Baumaterial, das deine Muskeln brauchen. Beides zählt nach dem Absetzen doppelt.

Ganz praktisch heißt das: Zu jeder Mahlzeit kommt eine Eiweißquelle, und sie wird zuerst gegessen.
- Morgens Magerquark, Skyr oder Rührei statt Marmeladenbrot allein.
- Mittags eine Handfläche voll Hähnchen, Fisch, Tofu oder Hülsenfrüchte, dazu zwei Handvoll Gemüse.
- Abends Hüttenkäse, Linsen, Eier oder ein Stück Fisch, auch wenn es schnell gehen muss.
- Zwischendurch lieber ein Becher Skyr als der Riegel aus der Schublade.
Wie viel du persönlich brauchst, hängt von deinem Körpergewicht ab. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert für Erwachsene zwischen 19 und 65 Jahren 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren 1,0 Gramm. Bei einem BMI über 25 wird dabei mit dem Normalgewicht gerechnet, nicht mit dem tatsächlichen. Das sind Werte für die allgemeine Versorgung. Ob in deiner Situation mehr sinnvoll ist, gehört in eine persönliche Ernährungsberatung und nicht in eine Faustformel aus dem Internet.
3. Zwei Krafteinheiten pro Woche bringen am meisten
Wenn du nur eine einzige Sache aus diesem Beitrag umsetzt, dann diese. Krafttraining ist das Signal, das deinem Körper sagt: Die Muskeln werden gebraucht, bau sie nicht ab. Ohne dieses Signal gibt er sie her, weil sie teuer im Unterhalt sind.

Es müssen keine fünf Termine pro Woche sein und kein Studio um die Ecke. Zwei Einheiten von je 30 bis 40 Minuten, in denen du die großen Muskelgruppen forderst, bringen den größten Teil des Nutzens: Beine, Rücken, Brust, Schultern. Kniebeugen am Stuhl, Rudern mit dem Band, Liegestütze an der Küchenzeile, dazu ein Paar Kurzhanteln. Das reicht für den Anfang.
Körperliche Aktivität im Alltag kommt obendrauf, ersetzt das Krafttraining aber nicht. Spazierengehen ist wunderbar für Kopf und Kreislauf. Muskeln erhält es nicht.
4. Gib deinem Tag eine feste Struktur
Solange die Spritze wirkt, ist es fast egal, wann du isst. Der Hunger meldet sich ja kaum. Danach entscheidet die Struktur darüber, ob du abends um acht noch eine Wahl hast oder nicht.

Was sich bei den Frauen bewährt, mit denen wir arbeiten:
- Drei feste Mahlzeiten zu ungefähr derselben Zeit, statt den ganzen Tag über nebenbei zu essen.
- Keine Mahlzeit auslassen, um Kalorien zu sparen. Der ausgelassene Mittag holt sich am Abend das Doppelte zurück.
- Einmal die Woche vorkochen, damit an den anstrengenden Abenden etwas Fertiges im Kühlschrank steht.
- Der Einkaufszettel entscheidet, nicht die Willenskraft um 21 Uhr. Was nicht im Haus ist, isst du nicht.
Struktur lässt sich planen, Disziplin nicht. Das ist der ganze Trick daran.
5. Rechne fest damit, dass der Hunger zurückkommt
Das Hungergefühl nach dem Absetzen ist kein Rückfall und kein Zeichen von Schwäche. Es ist die Rückkehr eines Normalzustands, den du eine Weile nicht gespürt hast. Trotzdem erleben es viele Frauen als Schock, weil sie sich daran gewöhnt hatten, dass Essen sie nicht mehr beschäftigt.

Wer damit rechnet, geht anders damit um. Ein paar Dinge, die dabei helfen:
- Trag dir vorher ein, wie du dir die ersten Wochen vorstellst, und leg dir zwei bis drei Notfallmahlzeiten zurecht, die schnell gehen und trotzdem sättigen.
- Wiege dich nicht täglich. In den ersten Wochen schwankt das Gewicht ohnehin, und jede Zahl nach oben fühlt sich in dieser Phase an wie ein Urteil.
- Sprich mit jemandem darüber, statt es mit dir allein auszumachen. Das kann deine Ärztin sein, eine Beratung, eine Freundin, die dasselbe durchmacht.
6. Nimm Schlaf und Stress ernst
Nach einer kurzen Nacht ist der Appetit am nächsten Tag oft größer, und ausgerechnet auf Süßes und Fettiges. Dauerstress zieht in dieselbe Richtung. Beides sind keine Nebensächlichkeiten, sondern zwei der wenigen Stellschrauben, die nichts kosten.

Genug Schlaf ist für die meisten Frauen kein Luxus, sondern die Grundlage dafür, dass die anderen sechs Punkte überhaupt funktionieren. Wenn dein Tag so voll ist, dass dafür kein Platz ist, dann ist das die ehrlichste Baustelle, die du hast.
7. Miss nicht nur dein Gewicht
Die Waage sagt dir nicht, ob du Fett oder Muskeln verloren hast. Gerade nach dem Absetzen der Abnehmspritze ist genau das aber die entscheidende Frage.

Nimm deshalb zwei, drei weitere Maßstäbe dazu: den Taillenumfang, immer morgens und an derselben Stelle gemessen. Wie deine Lieblingshose sitzt. Wie viel Gewicht du beim Training bewegst. Wenn die Zahl auf der Waage leicht steigt, während die Taille gleich bleibt und du im Training stärker wirst, dann läuft es gut, auch wenn es sich im ersten Moment nicht so anfühlt.
„Die Spritze kann dir den Hunger abnehmen. Deinen Alltag kann sie dir nicht abnehmen, und genau der entscheidet, was danach passiert.“
Andreas Kotte, Gründer von Körperverwandlung
Mounjaro, Wegovy oder Ozempic: macht das einen Unterschied?
Das ist eine der häufigsten Suchanfragen zu diesem Thema, und die ehrliche Antwort lautet: für das, was du selbst tun kannst, nicht wirklich. Ob du versuchst, den Jo-Jo-Effekt zu vermeiden, nachdem du Wegovy oder Mounjaro abgesetzt hast, ändert an den Alltagshebeln nichts.
Ob in deinem Pen Semaglutid steckt wie bei Wegovy und Ozempic oder Tirzepatid wie bei Mounjaro: Das Grundmuster nach dem Absetzen ist in beiden Studien oben dasselbe. Die Wirkung auf Hunger und Sättigung endet, wenn das Medikament endet. Wie viel Gewicht nach dem Absetzen zurückkommt und wie lange dein Erfolg hält, hängt danach weit mehr an deinem Alltag als am Namen auf der Packung. Eine pauschale Zahl dafür gibt es nicht, der Verlauf ist von Frau zu Frau verschieden.

Welches Präparat für dich infrage kommt, entscheidet ausschließlich deine Ärztin, gemeinsam mit dir. Wir bewerten hier bewusst kein Medikament gegen ein anderes, weder in der Wirkung noch in den Nebenwirkungen. Wenn dich die Verträglichkeit beschäftigt, findest du unsere ausführliche Einordnung im Beitrag zu den Nebenwirkungen der Abnehmspritze. Und wenn du noch gar nicht sicher bist, ob die Spritze überhaupt dein Weg ist, lies zuerst unsere Erfahrungen mit der Abnehmspritze.
Wann du beim Absetzen ärztliche Begleitung brauchst
Immer. Das ist keine Floskel und auch keine Absicherung, sondern die klarste Grenze in diesem ganzen Thema.

Ob, wann und wie eine Abnehmspritze abgesetzt oder eine Therapie verändert wird, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, der sie verordnet hat. Das Absetzen der Medikamente ist eine medizinische Entscheidung, keine Frage von Motivation. Wir nennen hier bewusst keine Milligramm-Angaben und kein Schema, auch nicht als Beispiel. Wir sind eine Ernährungsberatung und keine Praxis, und jeder Verlauf ist anders. Setze eine verordnete Behandlung nie eigenmächtig ab, auch nicht, wenn du dich gerade gut fühlst.
Besonders wichtig ist das ärztliche Gespräch, wenn eines dieser Dinge auf dich zutrifft:
- Du hast eine Begleiterkrankung wie Diabetes, Bluthochdruck oder eine Schilddrüsenerkrankung, oder du nimmst dauerhaft weitere Medikamente.
- Du nimmst nach dem Absetzen sehr schnell wieder zu, oder das Gewicht steigt über dein Ausgangsgewicht hinaus.
- Es treten neue Beschwerden auf, körperlich oder seelisch.
- Du merkst, dass dich das Thema Essen und Gewicht seelisch stark belastet.

Und ein Punkt, der uns wichtig ist: Wenn das Essen dich gedanklich den ganzen Tag beschäftigt, wenn du zwischen strengem Verzicht und Essanfällen pendelst oder wenn dein Selbstwert an der Zahl auf der Waage hängt, dann ist das kein Ernährungsthema mehr. Hol dir bitte professionelle Hilfe, zum Beispiel bei deiner Hausärztin oder über das Beratungstelefon zu Essstörungen unter 0221 892031. Die Beratung dort ist kostenlos, es fallen nur die üblichen Gebühren für ein Gespräch ins Kölner Ortsnetz an. Das ist kein Zeichen von Schwäche, sondern der schnellere Weg.
Wichtig zu wissen ist außerdem: Die Weltgesundheitsorganisation ordnet Adipositas als chronische, wiederkehrende Erkrankung ein. Eine chronische Erkrankung heißt: Die Behandlung ist oft dauerhaft nötig, und das ist dort der Normalfall. Dass die Behandlung von Adipositas deshalb langfristig oder sogar lebenslang nötig sein kann, ist also kein persönliches Scheitern. Niemand käme auf die Idee, jemandem mit Bluthochdruck vorzuwerfen, dass er seine Tabletten längerfristig braucht. Ob für dich eine lebenslange Einnahme, eine Pause oder ein Ende der Behandlung infrage kommt, besprichst du mit deiner Ärztin und nicht mit dem Internet.
Du willst nicht warten, bis das Gewicht zurück ist, sondern jetzt schon vorbauen?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, wie dein Alltag nach der Spritze aussehen kann.

Fazit: Die Spritze war das Werkzeug, dein Alltag ist die Antwort
Die Studienlage ist eindeutig, und sie ist unbequem: Nach dem Absetzen der Abnehmspritze haben die meisten Menschen einen erheblichen Teil des verlorenen Gewichts wieder zugenommen. Wer dir etwas anderes verspricht, hat die Daten nicht gelesen.
Genauso eindeutig ist aber der zweite Teil. In der STEP-1-Verlängerung endete mit dem Medikament auch die begleitende Betreuung, und in SURMOUNT-4 lagen die Teilnehmenden nach fast zwei Jahren trotz Umstellung auf ein Scheinmedikament im Mittel noch knapp zehn Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht. Zwischen „alles bleibt“ und „alles kommt zurück“ liegt also ein sehr breiter Bereich, und in diesem Bereich entscheidet mit, was du selbst tust.
Eiweiß bei jeder Mahlzeit, zwei Krafteinheiten pro Woche, feste Essenszeiten, genug Schlaf, und das Ganze eingeübt, solange die Spritze noch wirkt. Nichts davon ist spektakulär. Aber es ist der Teil, der dir gehört, und er hört nicht auf zu wirken, wenn das Rezept ausläuft.
Am Ende geht es nicht darum, noch einmal Gewicht zu verlieren, sondern um Gewichtsstabilisierung: eine nachhaltige Veränderung des Lebensstils aus Ernährung und Bewegung, die auch dann trägt, wenn kein Medikament mehr mithilft. Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt dich dabei, ersetzt die Ernährung aber nicht. Beides zusammen ist der Unterschied.
Du musst diesen Übergang nicht allein planen. Genau dafür gibt es uns.
Willst du wissen, wie dein Alltag nach der Abnehmspritze konkret aussehen kann?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung. Wir schauen uns gemeinsam an, was bei dir realistisch trägt, ganz ohne Diät und ohne Kalorienzählen.
Nicht zwangsläufig, aber eine erneute Gewichtszunahme ist häufig und in Studien gut belegt. In der SURMOUNT-4-Studie lagen die Teilnehmenden, die auf ein Scheinmedikament umgestellt wurden, nach 88 Wochen im Mittel immer noch 9,9 Prozent unter ihrem Ausgangsgewicht. Ein Teil des Erfolgs bleibt also, und wie groß dieser Teil ist, hängt auch daran, was du im Alltag aufgebaut hast.
Die wirksamsten Hebel liegen bei dir selbst: eine Eiweißquelle zu jeder Mahlzeit, zwei Krafteinheiten pro Woche, feste Essenszeiten und genug Schlaf. Am besten übst du das ein, solange die Spritze noch wirkt, und nicht erst danach. Über das Absetzen selbst entscheidet ausschließlich deine Ärztin.
Einen festen Zeitpunkt gibt es nicht, der Verlauf ist individuell. In den Studien stieg das Gewicht über Monate hinweg schrittweise an, nicht schlagartig. Genau deshalb ist die Zeit direkt nach dem Absetzen so wichtig: Du merkst die Veränderung oft erst, wenn sie schon eine Weile läuft.
Für das, was du selbst tun kannst, macht der Wirkstoff keinen Unterschied. Ob Semaglutid wie in Wegovy und Ozempic oder Tirzepatid wie in Mounjaro: Wenn die Wirkung endet, kommt das Hungergefühl zurück. Die Alltagshebel sind in beiden Fällen dieselben. Welches Präparat für dich infrage kommt, entscheidet deine Ärztin.
Die Weltgesundheitsorganisation ordnet Adipositas als chronische, wiederkehrende Erkrankung ein, deshalb kann eine längerfristige Behandlung nötig sein. Ob das für dich gilt, ist eine ärztliche Entscheidung und keine Frage von Motivation. Setze eine verordnete Behandlung bitte nie eigenmächtig ab.
Bau jede Mahlzeit um eine Eiweißquelle herum und iss sie zuerst: Quark, Skyr, Eier, Fisch, Hähnchen oder Hülsenfrüchte, dazu zwei Handvoll Gemüse. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren 1,0 Gramm. Was in deiner Situation sinnvoll ist, klärst du am besten in einer persönlichen Beratung.










.png)

