Abnehmen ab 60: Was Frauen wirklich hilft
Was hilft wirklich beim Abnehmen ab 60?
Du hast schon einiges probiert. Weniger essen, das Brot weglassen, öfter spazieren gehen, vielleicht eine Kur oder ein Mittel aus der Apotheke. Es hat kurz etwas gebracht, und dann war das Gewicht wieder da. Wenn du heute nach Abnehmen ab 60 suchst, dann meistens mit einem Wort im Kopf, das viel über deine Vorgeschichte verrät: wirklich.
Deshalb sagen wir dir gleich am Anfang das Wichtigste. Es liegt nicht an deiner Disziplin. Dein Körper arbeitet mit 65 anders als mit 40, und fast alle Tipps zum Abnehmen, die du kennst, sind für einen jüngeren Körper geschrieben. Sie wirken nicht schlechter, weil du dich weniger anstrengst, sondern weil sie an der falschen Stelle ansetzen. Je älter du wirst, desto weniger verzeiht dein Körper einen Plan, der nur auf weniger Kalorien setzt. Was ab 60 zählt, ist nicht die schärfere Diät, sondern der Erhalt deiner Muskelmasse, deiner Knochen und deiner Kraft im Alltag. Genau darum geht es hier.
Warum ist Abnehmen ab 60 so schwer?
Die ehrliche Antwort ist: Mit zunehmendem Alter wird es schwerer, und das hat handfeste Gründe. Sie haben nichts mit Willenskraft zu tun, sondern damit, wie sich dein Körper über die Jahrzehnte verändert hat. Wer das weiß, hört auf, sich selbst die Schuld zu geben, und fängt an, an den richtigen Stellen zu drehen.

Fünf Dinge erschweren Frauen ab 60 das Abnehmen, und meist wirken sie alle gleichzeitig:
- Weniger Muskulatur. Muskeln verbrauchen auch dann Energie, wenn du auf dem Sofa sitzt. Schon ab dem mittleren Erwachsenenalter baut der Körper langsam Muskeln ab, und wer nichts dagegen tut, hat mit 65 spürbar weniger davon als mit 40. Das senkt deinen Energiebedarf, ohne dass du etwas falsch gemacht hast.
- Ein niedrigerer Grundumsatz. Weniger Muskelmasse heißt: Dein Körper verbraucht in Ruhe weniger Kalorien. Dieselbe Portion, die dich mit 45 nicht dicker gemacht hat, liefert mit 65 mehr Kalorien, als du brauchst, und reicht für ein paar Pfund mehr im Jahr.
- Weniger Bewegung im Alltag, ohne dass es auffällt. Der Weg zur Arbeit fällt weg, die Kinder sind aus dem Haus, das Auto steht vor der Tür. Nicht der Sport fehlt zuerst, sondern die vielen kleinen Wege.
- Die Hormonumstellung wirkt nach. Nach den Wechseljahren verteilt sich Fett anders, nämlich stärker um die Körpermitte. Das gilt auch dann, wenn dein Gewicht auf der Waage gleich geblieben ist.
- Weniger Hunger, weniger Durst, mehr Medikamente. Viele Frauen essen ab 60 unbewusst einseitiger, trinken zu wenig und nehmen Medikamente, die Appetit oder Wasserhaushalt beeinflussen. Das kann eine Gewichtsabnahme bremsen und gleichzeitig Mangelerscheinungen und Muskelabbau begünstigen.

Der wichtigste Punkt davon ist der erste. Wenn du ab 60 abnimmst, ohne auf deine Muskeln zu achten, verlierst du einen Teil des Gewichts aus genau dem Gewebe, das deinen Stoffwechsel am Laufen hält. Das Ergebnis: Du wiegst weniger, verbrauchst aber auch weniger, und beim nächsten Mal geht es noch schwerer. Das ist der Grund, warum so viele Frauen beim Thema Abnehmen sagen, früher habe eine Diät noch funktioniert. Wer im Alter abnehmen will, muss deshalb anders vorgehen als mit 30.
Ist Abnehmen im Alter gefährlich?
Diese Frage wird oft gegoogelt, und sie ist berechtigt. Die Antwort lautet: Nicht das Abnehmen an sich ist das Risiko, sondern die Art, wie abgenommen wird, und wie weit.

Die Verbraucherzentrale nennt für ältere Menschen klare Orientierungspunkte. Bei einem BMI über 30 ist eine Gewichtsreduktion sinnvoll. Zwischen 25 und 30 lohnt vor allem die sorgsame Auswahl der Lebensmittel. Und, das ist der entscheidende Satz: Unter einen Wert von 23 sollte der BMI im Alter möglichst nicht sinken. Zu wenig Gewicht ist im Alter ein eigenes Risiko, weil es mit Muskelabbau, Kraftverlust und einer höheren Sturzgefahr einhergeht.
Deshalb ist die Zielsetzung ab 60 eine andere als mit 30. Es geht nicht um eine Zahl auf der Waage, sondern darum, Übergewicht abzubauen und dabei Mobilität und Beweglichkeit zu behalten. Gerade im Alter ist das der eigentliche Gewinn. Ein Körper, der zehn Kilo leichter, aber schwach ist, hat nichts gewonnen.
Es gibt außerdem Situationen, in denen du nicht abnehmen, sondern zuerst zur Ärztin gehen solltest. Die Verbraucherzentrale rät ausdrücklich dazu, die Hausarztpraxis aufzusuchen, wenn du eines dieser Zeichen bei dir bemerkst:
- Du verlierst Gewicht, ohne dass du etwas geändert hast.
- Dein Geschmackssinn verändert sich.
- Du entwickelst plötzlich Abneigungen gegen bestimmte Lebensmittel.
- Dein Appetit lässt allgemein nach.
Dahinter können ernsthafte Erkrankungen stehen. Ein unerklärter Gewichtsverlust ist im Alter kein Erfolg, sondern ein Grund für eine ärztliche Abklärung. Dasselbe gilt, wenn du regelmäßig Medikamente nimmst oder eine chronische Erkrankung hast: Sprich eine geplante Ernährungsumstellung vorher in der Hausarztpraxis an.
Du willst wissen, was in deinem Alter und mit deiner Vorgeschichte realistisch möglich ist?
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Was ab 60 nicht mehr funktioniert
Bevor wir zu dem kommen, was hilft, räumen wir mit dem auf, was du wahrscheinlich schon hinter dir hast. Diese vier Wege stehen in fast jedem Ratgeber, und ab 60 richten sie mehr Schaden an, als sie nützen.

- Crash-Diäten, Hungerkuren und Schlankheitsmittel. Wer die Kalorien radikal senkt, verliert in den ersten Tagen vor allem Wasser und danach überdurchschnittlich viel Muskulatur. Genau das kannst du ab 60 am wenigsten gebrauchen. Nach der Diät ist der Verbrauch niedriger als vorher, und der Jo-Jo-Effekt ist vorprogrammiert.
- Mahlzeiten einfach weglassen. Das spart kurzfristig Kalorien und langfristig Eiweiß. Wer das Frühstück streicht, verteilt sein Protein auf zwei Mahlzeiten statt drei, und der Körper kann es dann schlechter für den Muskelerhalt nutzen.
- Nur Ausdauer, kein Krafttraining. Spazieren gehen und Radfahren sind gut fürs Herz. Gegen den Muskelabbau richten sie wenig aus. Wer ab 60 nur auf Ausdauer setzt, nimmt zwar ab, aber der Anteil Muskeln am verlorenen Gewicht ist zu hoch.
- Mittel und Kuren aus der Werbung. Sie versprechen genau das, was beim Abnehmen im Alter besonders verlockend klingt: schnell Gewicht verlieren, ohne etwas umzustellen. Beides ist der falsche Maßstab, und wir raten davon ab.
Wenn dir das bekannt vorkommt, ist das kein Zeichen von Versagen. Es ist der Beleg dafür, dass du nach den Regeln gespielt hast, die dir gegeben wurden. Sie passen nur nicht mehr zu deinem Körper.
Gesund abnehmen ab 60: fünf Punkte, die den Unterschied machen

Wer ab 60 erfolgreich abnehmen will, braucht keine neue Diät, sondern wenige Dinge, die dauerhaft laufen. Diese fünf Punkte sind kein Programm, das du sechs Wochen durchziehst und dann abhakst. Sie sind eine Ernährungsumstellung, die du auch mit 70 noch machst, weil sie in einen normalen Alltag passt.
1. Eiweiß zu jeder Mahlzeit, nicht nur abends
Das ist der wichtigste Hebel, und der am häufigsten übersehene. Nach den Referenzwerten der Deutschen Gesellschaft für Ernährung gilt für Erwachsene ab 65 Jahren ein Schätzwert von 1,0 Gramm Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag. Für jüngere Erwachsene liegt der Wert bei 0,8 Gramm. Der Bedarf steigt im Alter also, obwohl viele Frauen ab 60 eher weniger essen als früher.
Bei 70 Kilogramm Körpergewicht sind das rund 70 Gramm Eiweiß am Tag. Entscheidend ist die Verteilung: Dein Körper kann Eiweiß besser für die Muskeln nutzen, wenn es über den Tag verteilt kommt, statt gebündelt am Abend. Ganz praktisch heißt das:
- Morgens: Magerquark oder Skyr mit Beeren, ein Ei, oder Käse aufs Vollkornbrot statt nur Marmelade.
- Mittags: eine Portion Fisch, Geflügel, Hülsenfrüchte oder Tofu, etwa so groß wie deine Handfläche.
- Abends: Hüttenkäse, Linsensuppe, Joghurt, oder auch mal wieder ein Abendbrot mit Käse und Quark.
Wenn du nicht sicher bist, ob du auf deine Menge kommst, sprich das in der Hausarztpraxis oder in einer Ernährungsberatung an. Eiweißpulver braucht dafür kaum jemand, das meiste lässt sich über normale Lebensmittel decken.

2. Zweimal pro Woche Krafttraining, auch mit kleinen Gewichten
Sport und Bewegung sind nicht dasselbe, und dieser Unterschied entscheidet ab 60 vieles. Krafttraining ist der einzige Reiz, der deinem Körper sagt, dass er die Muskeln behalten soll. Ohne diesen Reiz nutzt auch das beste Eiweiß nur begrenzt. Zwei kurze Einheiten pro Woche reichen als Anfang, und du brauchst dafür kein Fitnessstudio.
Was zählt, sind die großen Muskelgruppen: Beine, Rücken, Rumpf. Aufstehen und Hinsetzen vom Stuhl ohne Hände, Wandliegestütze, das Anheben leichter Kurzhanteln oder gefüllter Wasserflaschen, Übungen mit dem Theraband. Wenn du Gelenkbeschwerden, Osteoporose oder eine Herzerkrankung hast, lass dir die Übungen vorher von einer Physiotherapeutin oder in der Hausarztpraxis zeigen. Falsch ausgeführt bringt Krafttraining wenig und kann schaden.

3. Zwei Handvoll Gemüse zu jeder warmen Mahlzeit
Gemüse macht satt, liefert Ballaststoffe und Mikronährstoffe und hat wenig Kalorien. Zwei Handvoll pro warmer Mahlzeit ist eine Menge, die du ohne Waage abschätzen kannst, und sie verändert einen Teller mehr, als jede Kalorientabelle es beschreibt. Wenn der halbe Teller Gemüse ist, ein Viertel Eiweiß und ein Viertel Beilage, hast du das Wichtigste erledigt.
Und nein, Kohlenhydrate sind nicht dein Feind. Kartoffeln, Vollkornbrot und Haferflocken dürfen bleiben. Dein Körper zieht Energie aus Kohlenhydraten und Fetten, und beides braucht er weiterhin. Es geht um die Menge und die Qualität, nicht um Verbote. Eine ausgewogene Ernährung, die du dein Leben lang durchhältst, schlägt jede Diät, die du drei Wochen durchhältst. Nur so lässt sich dauerhaft abnehmen.

4. Trinken, auch ohne Durst
Das Durstgefühl lässt im Alter nach, und zwar so unauffällig, dass viele es nicht bemerken. Wer zu wenig trinkt, fühlt sich müde und weniger leistungsfähig, verwechselt Durst mit Hunger, und tut seinem Kreislauf keinen Gefallen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene ab 65 Jahren einen Richtwert von 1.310 Millilitern Wasser am Tag über Getränke, also rund 1,3 Liter. Am besten Wasser und ungesüßter Tee.
Der einfachste Trick: Stell dir morgens die Menge sichtbar hin, die du bis zum Abend trinken willst. Wenn du wegen einer Herz- oder Nierenerkrankung eine ärztlich vorgegebene Trinkmenge hast, gilt selbstverständlich diese.

5. Langsam abnehmen, weil es ab 60 der schnellere Weg ist
Hier kommt der Punkt, an dem sich dieser Beitrag von den meisten unterscheidet. Die Verbraucherzentrale nennt für ältere Menschen etwa 0,5 Kilogramm pro Monat als realistisches Ziel, je nach Ausgangsgewicht. Das klingt nach wenig. In einem Jahr sind es rund sechs Kilogramm, und zwar sechs Kilogramm, die bleiben, weil deine Muskulatur mitgenommen wurde und nicht draufgegangen ist. Genau daran erkennst du, ob du erfolgreich abnimmst: nicht am Tempo, sondern daran, was nach einem Jahr übrig ist.
Wer dagegen in acht Wochen zehn Kilo verliert, verliert einen erheblichen Teil davon aus der Muskulatur, nimmt danach wieder zu und steht schlechter da als vorher. Realistische Ziele sind ab 60 kein Trostpflaster, sondern die einzige Strategie, mit der sich langfristig abnehmen und das Wunschgewicht danach auch halten lässt.

„Ab 60 gewinnt nicht die, die am schnellsten abnimmt. Es gewinnt die, die nach zwei Jahren noch ihre Kraft hat."
Andreas Kotte, Gründer von Körperverwandlung
Was hilft gegen Bauchfett bei Frauen ab 60?
Viele Frauen berichten dasselbe: Die Waage zeigt fast das gleiche wie mit 50, aber die Hose kneift in der Mitte. Das ist keine Einbildung. Nach den Wechseljahren verlagert sich Fett von Hüften und Oberschenkeln stärker in die Bauchregion, und ein Teil davon liegt als Viszeralfett zwischen den Organen. Genau dieses Fett ist es, das die Gesundheit belastet.

Die schlechte Nachricht zuerst: Gezieltes Abnehmen an einer einzelnen Körperstelle gibt es nicht. Keine Bauchübung der Welt holt das Fett dort weg, wo du es gern hättest. Hunderte Sit-ups kräftigen die Bauchmuskeln unter dem Fett, sie entfernen es nicht.
Die gute Nachricht: Bauchfett reagiert auf dieselben Stellschrauben wie der Rest, und in vielen Fällen sogar früher. Eiweiß zu jeder Mahlzeit, Krafttraining, weniger stark verarbeitete Lebensmittel, ausreichend Schlaf und weniger Dauerstress. Ausführlich haben wir das für die Jahre davor in unserem Beitrag zu Bauchfett bei Frauen ab 50 aufgeschrieben. Vieles davon gilt weiter, nur wird der Muskelerhalt ab 60 noch wichtiger als er es mit 50 schon war.
Knochen mitdenken: Abnehmen und Osteoporose
Wenn du bei einer Ernährungsumstellung ab 60 nur an das Gewicht denkst, übersiehst du das Thema, das im Zweifel wichtiger ist. Knochendichte nimmt im Alter ab, bei Frauen nach den Wechseljahren schneller als bei Männern. Ein Sturz mit gebrochenem Oberschenkelhals verändert ein Leben stärker als zehn Kilo Übergewicht.

Deshalb gehören diese Punkte in jeden Plan, der ab 60 taugt:
- Calcium. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Referenzwert von 1.000 Milligramm am Tag. Milchprodukte, calciumreiches Mineralwasser, Grünkohl, Brokkoli und Sesam liefern es. Wer keine Milchprodukte verträgt, sollte gezielt auf die anderen Quellen achten.
- Vitamin D. Bei fehlender Bildung über die Haut nennt die DGE einen Schätzwert von 20 Mikrogramm am Tag. Über die Ernährung allein ist das kaum zu erreichen. Ob und in welcher Menge ein Präparat für dich sinnvoll ist, gehört in die Hausarztpraxis und nicht in einen Blogbeitrag. Der Vitamin-D-Spiegel lässt sich im Blut bestimmen.
- Eiweiß. Knochen bestehen nicht nur aus Mineralstoffen. Eine ausreichende Proteinzufuhr unterstützt auch hier.
- Belastung. Knochen werden stärker, wenn sie belastet werden. Zügiges Gehen, Treppen und moderates Krafttraining wirken genau dort.
Wenn bei dir bereits eine Osteoporose oder eine Vorstufe festgestellt wurde, ist die Ernährung ein Baustein der Behandlung, aber sie ersetzt sie nicht. Die Therapie legt deine Ärztin fest.
Intervallfasten ab 60: passt es zu dir?
Intervallfasten ist auch in dieser Altersgruppe ein häufiges Suchthema, und die ehrliche Antwort lautet: Es kommt darauf an. Als Werkzeug, um das ständige Zwischendurchessen zu beenden, kann ein Essensfenster hilfreich sein. Manche Frauen kommen damit gut zurecht, weil es einfacher zu merken ist als jede Regel über Portionsgrößen.

Ab 60 gibt es aber zwei Haken, die selten dabeistehen. Erstens: Wer nur in einem kurzen Zeitfenster isst, isst oft automatisch weniger Eiweiß, weil eine Mahlzeit wegfällt. Genau das ist in diesem Alter das Gegenteil von dem, was du brauchst. Zweitens ist Intervallfasten nicht für jede geeignet. Bei Diabetes mit Medikamenten, bei Untergewicht, bei einer Erkrankung, die feste Essenszeiten verlangt, und bei einer Vorgeschichte mit einer Essstörung gehört diese Entscheidung ärztlich begleitet.
Wenn du es ausprobieren willst, dann so: das Essensfenster nicht zu kurz wählen, in jeder Mahlzeit eine Eiweißquelle unterbringen, und beim ersten Anzeichen von Schwäche, Schwindel oder Kraftverlust wieder aufhören. Ein Werkzeug, das dich schwächt, ist das falsche Werkzeug.
Ein Hinweis an dieser Stelle: Wenn du merkst, dass sich dein Essverhalten verselbstständigt, dass Gedanken ans Essen den Tag bestimmen oder dass du Mahlzeiten aus Angst vor Gewicht auslässt, dann hol dir bitte professionelle Hilfe. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, früher die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, bietet unter essstoerungen.bioeg.de eine anonyme Beratung an, telefonisch unter 0221 892031 und online. Das gilt in jedem Alter.
Erkennst du dich in diesen Punkten wieder?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, welcher Weg zu deinem Alter, deiner Gesundheit und deinem Alltag passt.
Was den Unterschied machte, als nichts mehr half

Nikki war schlank, bis die Wechseljahre kamen. Danach veränderte sich ihr Körper, besonders um den Bauch herum. Sie hatte vieles versucht: Saftkuren, Punkte zählen, Nahrungsergänzungsmittel. Nichts davon brachte einen Erfolg, der blieb.
Was sich änderte, war nicht die Strenge, sondern die Richtung. Sie hörte auf, radikale Diäten zu verfolgen, und fing an, mit ihrem Körper zu arbeiten statt gegen ihn. Auf der Seite steht, was das für sie hieß: eine ausgewogene Ernährung mit komplexen Kohlenhydraten und ausreichend Protein, dazu regelmäßige, moderate Bewegung und Routinen ohne Verbote. Ihre ganze Geschichte haben wir hier aufgeschrieben: Trotz Wechseljahre abnehmen: So hat Nikki (57) es geschafft. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, was gemeint ist, wenn wir sagen, dass es ab einem gewissen Alter nicht an der Anstrengung fehlt, sondern am Ansatz.
So arbeiten wir bei Körperverwandlung
Bei Körperverwandlung arbeiten wir nach unserer eigenen Methode, die wir FRIM nennen: Fundament, Routine, Individuell, Mindset. Für Frauen ab 60 heißt das ganz konkret:

- Fundament: Erst wird geklärt, wo du stehst, was du isst und welche gesundheitlichen Umstände es gibt. Ohne diesen Schritt ist jeder Plan geraten.
- Routine: Es geht um wenige Dinge, die jeden Tag laufen, nicht um zwanzig Regeln für vier Wochen.
- Individuell: Was bei einer 42-Jährigen mit Bürojob funktioniert, passt selten für eine 68-Jährige mit Kniearthrose. Deshalb gibt es bei uns keinen Plan von der Stange.
- Mindset: Der Kopf entscheidet, ob eine Umstellung drei Wochen oder drei Jahre hält. Gerade wenn du schon viele Versuche hinter dir hast.
Ohne Kalorienzählen und ohne strikte Diät. Das ist keine Marketingaussage, sondern eine Notwendigkeit: Was du mit 65 nicht mehr magst, machst du auch nicht.
Fazit: Abnehmen ab 60 klappt, wenn du das Ziel änderst
Was wirklich hilft, ist unspektakulär, und genau das ist der Grund, warum es so selten in den ersten Suchergebnissen steht. Eiweiß zu jeder Mahlzeit, zweimal die Woche Krafttraining, viel Gemüse, genug trinken, und ein Tempo, das die Muskeln schont. Dazu die Bereitschaft, das Ziel zu ändern: nicht möglichst schnell Gewicht verlieren, sondern Übergewicht abbauen und dabei Kraft, Knochen und Beweglichkeit behalten. Wer so vorgeht, kann auch im Alter abnehmen. Und schlank zu bleiben ist danach keine tägliche Anstrengung mehr.
Wenn du nach all den Versuchen skeptisch bist, ist das verständlich. Behalte die Skepsis. Prüfe jeden Rat daran, ob er deine Muskeln schützt oder ihnen schadet. Diese eine Frage sortiert die meisten Abnehmtipps aus, und übrig bleibt das, was auch mit 70 noch trägt.
Du willst nicht noch einmal allein anfangen und nach drei Monaten wieder da stehen, wo du warst?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, was für dich der nächste sinnvolle Schritt ist.
Über den Muskelerhalt, nicht über weniger Kalorien allein. Konkret heißt das: eine Eiweißquelle zu jeder Mahlzeit, zweimal pro Woche Krafttraining, viel Gemüse, ausreichend trinken und ein langsames Tempo. Wer nur die Portionen verkleinert, verliert einen zu großen Teil des Gewichts aus der Muskulatur und nimmt danach schneller wieder zu.
Ja, und die Regeln sind dieselben wie ab 60, nur wird der Muskelerhalt noch wichtiger. Wichtig ist der Rahmen: Der BMI sollte laut Verbraucherzentrale möglichst nicht unter 23 sinken, und bei bestehenden Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme gehört eine geplante Ernährungsumstellung vorher in die Hausarztpraxis.
Die Verbraucherzentrale nennt für ältere Menschen etwa 0,5 Kilogramm pro Monat als realistisches Ziel, je nach Ausgangsgewicht. Das klingt wenig, ergibt aber im Jahr rund sechs Kilogramm, die bleiben. Wer schneller abnimmt, verliert überproportional viel Muskulatur und steht am Ende oft schlechter da als vorher.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung gibt für Erwachsene ab 65 Jahren einen Schätzwert von 1,0 Gramm Protein je Kilogramm Körpergewicht und Tag an, für jüngere Erwachsene sind es 0,8 Gramm. Bei 70 Kilogramm sind das rund 70 Gramm täglich. Entscheidend ist, das Eiweiß über den Tag zu verteilen statt alles am Abend zu essen.
Für manche ja, für andere nicht. Ein Essensfenster kann helfen, das ständige Zwischendurchessen zu beenden. Der Haken ab 60: Fällt eine Mahlzeit weg, fehlt oft auch Eiweiß, und genau das brauchst du in diesem Alter. Bei Diabetes mit Medikamenten, Untergewicht oder einer Vorgeschichte mit einer Essstörung gehört die Entscheidung ärztlich begleitet.
Gezieltes Abnehmen an einer einzelnen Stelle gibt es nicht, Bauchübungen entfernen kein Fett. Was wirkt, sind dieselben Stellschrauben wie beim Rest: Eiweiß zu jeder Mahlzeit, Krafttraining, weniger stark verarbeitete Lebensmittel, genug Schlaf und weniger Dauerstress. Nach den Wechseljahren verlagert sich Fett stärker in die Körpermitte, das ist normal und kein Zeichen von Nachlässigkeit.











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