Straffe Haut nach dem Abnehmen: Was wirklich hilft
Straffe Haut nach dem Abnehmen: Warum das nichts mit Disziplin zu tun hat
Du stehst vor dem Spiegel, die Waage zeigt zehn, fünfzehn, vielleicht zwanzig Kilo weniger als vor einem Jahr, und trotzdem ziehst du das Shirt schnell wieder herunter. Am Bauch liegt eine Falte, die vorher so nicht da war. Die Oberarme wackeln, wenn du jemandem zuwinkst. Und im Kopf sitzt dieser eine gemeine Satz: Dafür habe ich das alles gemacht?
Erst einmal: Das bildest du dir nicht ein, und es ist kein Zeichen dafür, dass du beim Abnehmen etwas falsch gemacht hast. Hängende Haut nach dem Abnehmen ist ein körperlicher Vorgang, kein Disziplinproblem. Deine Haut war jahrelang gedehnt, und sie braucht deutlich länger als das Fettgewebe darunter, um sich zurückzubilden. Die gute Nachricht zuerst: Bei den meisten Frauen zieht sich die Haut über viele Monate sichtbar nach, wenn sie Zeit, Eiweiß und Muskeln bekommt. Die ehrliche Nachricht dazu: nicht bei allen, nicht überall gleich, und keine Creme der Welt ändert daran etwas. Was wirklich hilft, die Haut zu straffen, und was du dir sparen kannst, steht in diesem Beitrag.

Die fünf Punkte, an denen Frauen nach dem Abnehmen hängenbleiben
Wenn Frauen bei uns im Beratungsgespräch auf das Thema kommen, klingt es fast immer nach denselben fünf Punkten. Vielleicht erkennst du dich in einem davon wieder, vielleicht in allen.
- Der Bauch. Die überschüssige Haut am Bauch ist bei vielen die Stelle, die als letzte nachkommt, besonders nach Schwangerschaften oder nach vielen Jahren mit deutlichem Übergewicht.
- Die Oberarme. Kurze Ärmel fühlen sich plötzlich unmöglich an, obwohl der Rest des Körpers sich gut anfühlt.
- Die Oberschenkel. Die Hose sitzt endlich, aber die Haut an der Innenseite bleibt weich und schlaff.
- Die Zeitfrage. Niemand sagt dir, wie lange das dauert, und im Netz steht alles zwischen sechs Wochen und nie.
- Die stille Sorge vor einer Operation. Fast jede Seite, die man zu dem Thema aufruft, endet bei einer Klinik, und das macht Angst, statt zu beruhigen.
Und über allem liegt ein Gefühl, das kaum jemand ausspricht: Du hast etwas geschafft, worauf du stolz sein dürftest, und ärgerst dich trotzdem über deinen Körper. Beides gleichzeitig ist völlig normal. Dein Erfolg wird dadurch nicht kleiner.

Erkennst du dich in diesen Punkten wieder?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, was in deinem Alltag realistisch möglich ist.
Bildet sich die Haut beim Abnehmen zurück?
Ja. In den allermeisten Fällen bildet sich schlaffe Haut zurück, jedenfalls zu einem guten Teil. Aber die Haut nach Gewichtsabnahme braucht dafür viel Zeit, und sie kommt nur bis zu einem bestimmten Punkt zurück. Das ist die Antwort, die kaum jemand so klar hinschreibt, weil sie sich schlecht verkauft.
Deine Haut ist kein Stoff, der einmal ausgeleiert ist und dann so bleibt. Sie ist lebendiges Gewebe, das sich ständig umbaut. Nur läuft dieser Umbau in einem völlig anderen Tempo ab als der Fettabbau. Fett kann in wenigen Monaten deutlich weniger werden. Das Bindegewebe darunter braucht dafür deutlich länger. Nach dem, was wir in der Beratung sehen, sind ein bis zwei Jahre realistisch.
Nach unserer Erfahrung heißt das: In den ersten Monaten nach der stärksten Abnahme siehst du kaum eine Veränderung, und genau in dieser Phase suchen die meisten Frauen im Netz nach einer Lösung. Zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat wird der Unterschied dann sichtbar, oft ohne dass du etwas anderes machst als vorher. Nach etwa zwei Jahren bei stabilem Gewicht zeigt sich, was am Ende bleibt. Erst dann lohnt sich überhaupt die Frage, ob noch etwas anderes nötig ist.

Wie weit sich überschüssige Haut zurückbilden kann, hängt nicht von deinem Willen ab. Es hängt davon ab, wie elastisch deine Haut noch ist. Und daran arbeiten mehrere Dinge gleichzeitig.
Warum hängt die Haut nach dem Abnehmen?
In deiner Lederhaut liegt ein Netz aus zwei Eiweißfasern: Elastin und Kollagen. Kollagen gibt der Haut Festigkeit, Elastin gibt ihr die Fähigkeit, sich nach einer Dehnung wieder zusammenzuziehen. Laut der AOK ist genau dieses Elastin dafür verantwortlich, dass die Haut nach dem Dehnen zurückfedert, und seine Neubildung lässt mit zunehmendem Alter nach. Dasselbe gilt für die Kollagenproduktion in der Haut. Mit den Jahren verliert die Haut deshalb an Spannkraft, ganz unabhängig vom Gewicht.
Wenn du über Jahre mehr Gewicht getragen hast, war dieses Fasernetz dauerhaft gedehnt. Fällt das Volumen darunter weg, muss sich das Netz wieder zusammenziehen. Gelingt ihm das nicht vollständig, bleibt erschlaffte Haut übrig. Wie gut es gelingt, entscheidet sich an Faktoren, von denen du manche beeinflussen kannst und andere nicht:
- Dein Alter. Je später im Leben du abnimmst, desto weniger Reserve hat die Hautelastizität. Das ist der ehrlichste und zugleich unfairste Punkt an der ganzen Sache.
- Wie lange das Gewicht bestand. Zwanzig Kilo, die drei Jahre da waren, hinterlassen weniger hängende Haut als zwanzig Kilo, die zwanzig Jahre da waren.
- Wie viel du abgenommen hast. Nach einer starken Gewichtsabnahme bleibt mehr Fläche übrig als nach einer moderaten. Bei einer sehr ausgeprägten Adipositas ist das entsprechend deutlicher.
- Wie schnell du abgenommen hast. Der Punkt, an dem du am meisten in der Hand hast. Dazu gleich mehr.
- Rauchen und viel ungeschützte Sonne. Beides greift die Fasern in der Lederhaut an und lässt sie schneller erschlaffen.
- Deine Muskeln. Muskeln füllen von innen aus, was das Fett hinterlassen hat. Sie sind der einzige Weg, dem Gewebe wieder Volumen zu geben, ohne wieder zuzunehmen.

Was auf dieser Liste nicht steht: Disziplin, Charakter oder ein Fehler in deinem Abnehmweg. Wer dir erzählt, du hättest die schlaffe Haut vermeiden können, wenn du dich nur mehr angestrengt hättest, hat entweder keine Ahnung oder etwas zu verkaufen.
Warum sollte man langsam abnehmen?
Das hier ist der wichtigste Abschnitt des ganzen Beitrags, und leider auch der, der zu spät kommt, wenn du schon fertig abgenommen hast. Lies ihn trotzdem, denn er erklärt, warum wir bei Körperverwandlung so hartnäckig auf das Tempo achten.
Das Beste gegen lose Haut passiert, bevor sie entsteht. Eine schnelle Gewichtsabnahme kostet dich nicht nur Fett, sondern auch Muskelmasse. Das Fett verschwindet also zügig, das stützende Volumen darunter verschwindet gleich mit, und die Haut steht vor einem doppelten Rückstand. Langsames Abnehmen gibt dem Gewebe dagegen Zeit, mitzugehen, vor allem dann, wenn du dabei deine Muskeln hältst.
Wie langsam ist langsam genug? Die S3-Leitlinie zur Prävention und Therapie der Adipositas, die federführend von der Deutschen Adipositas-Gesellschaft erstellt wird, nennt als Therapieziel eine Gewichtsreduktion von etwa 5 bis 10 Prozent des Ausgangsgewichts über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten, gestaffelt nach dem Ausmaß des Übergewichts. Das klingt nach wenig, und genau deshalb hält es kaum jemand aus, der Crashdiäten gewohnt ist. Für deine Haut ist es der entscheidende Unterschied.

Kann man schlaffer Haut nach dem Abnehmen vorbeugen?
Dass viele Menschen nach dem Abnehmen überschüssige Haut behalten, liegt selten am Zufall. Ganz verhindern lässt sie sich zwar nicht, dazu spielen Alter und Vorgeschichte zu stark mit. Aber du kannst ihr in erheblichem Maß vorbeugen, und zwar mit genau drei Dingen, die alle in die Abnehmphase gehören und nicht danach: ein ruhiges Tempo, ausreichend Eiweiß von Anfang an, und Krafttraining parallel zur Diät statt erst hinterher. Wer diese drei Punkte von Woche eins an mitnimmt, hat am Ende schlicht weniger überschüssige Haut, mit der er sich beschäftigen muss.
Und noch etwas gehört zur Ehrlichkeit: Wenn du bereits schnell abgenommen hast, ist nichts verloren. Es bedeutet nur, dass du bei der Nachbereitung mehr Geduld brauchst und dass die Punkte im nächsten Abschnitt für dich umso wichtiger sind.
Wie straffe ich meine Haut nach dem Abnehmen?
Es gibt keinen Trick, der die Haut wieder straffen kann, weder in vier Wochen noch in acht. Es gibt aber sechs Dinge, die zusammen tatsächlich etwas bewegen, und die kosten dich weder Geld für Produkte noch einen Termin in einer Klinik.
1. Halte das Tempo niedrig, auch wenn es dich nervt
Wenn du noch mittendrin bist, ist das dein größter Hebel. Als Orientierung dient die Spanne von eben, 5 bis 10 Prozent deines Ausgangsgewichts über 6 bis 12 Monate. Das fühlt sich langsam an, und genau das ist der Punkt. Alles, was deutlich schneller geht, holt sich der Körper an anderer Stelle, meistens bei der Muskulatur. Wenn du schon fertig bist, gilt der Punkt trotzdem: Halte dein Gewicht stabil. Jedes Auf und Ab dehnt das Gewebe erneut und macht die Rückbildung schwerer.
2. Iss jeden Tag genug Eiweiß
Kollagen und Elastin sind Eiweiße. Dein Körper baut sie aus dem, was du isst, und beim Abnehmen ist er im Sparmodus. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt als Referenzwert für Erwachsene bis 65 Jahre 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag, ab 65 Jahren einen Schätzwert von 1,0 Gramm. Wer abnimmt und dabei Muskeln halten will, liegt in der Praxis eher am oberen Rand oder leicht darüber.
Konkret im Alltag heißt das nicht Pulver, sondern Essen:
- Ein Becher Magerquark oder Skyr zum Frühstück statt Marmeladenbrot.
- Zu jeder warmen Mahlzeit eine Handvoll Fleisch, Fisch, Eier, Tofu oder Hülsenfrüchte.
- Linsen, Kichererbsen oder Bohnen zweimal die Woche in Suppe, Salat oder Eintopf.
- Abends Käse oder Ei statt nur Brot, wenn es schnell gehen muss.

3. Bau Muskeln auf, statt nur Gewicht zu verlieren
Das ist der Punkt, der optisch am meisten bringt, und der am häufigsten übersprungen wird. Muskeln füllen die Haut von innen aus. Ein trainierter Oberarm sieht unter derselben Haut deutlich fester aus als ein untrainierter, weil dort das Volumen fehlt und nicht die Straffheit. Dasselbe gilt an den Oberschenkeln.
Du brauchst dafür kein Fitnessstudio. Zwei Einheiten pro Woche mit dem eigenen Körpergewicht, ein paar Kurzhanteln oder ein Widerstandsband reichen als Anfang, und gerade für Frauen ab 50 lohnt sich Krafttraining besonders, weil die Muskelmasse mit den Jahren ohnehin abnimmt. Wie du das praktisch angehst, haben wir ausführlich im Beitrag Als Frau den Körper straffen beschrieben, in dem es um Training, Ernährung und Mindset geht. Dieser Beitrag hier bleibt bei der Haut, der andere zeigt dir den Weg zum straffen Körper darunter.

4. Gib der Haut die Zeit, die sie braucht
Zeit ist keine Ausrede, sondern der wirksamste Bestandteil. Setz dir gedanklich eine Marke bei zwölf Monaten nach der letzten größeren Abnahme, und bewerte dein Ergebnis vorher nicht abschließend. Wer nach acht Wochen entscheidet, dass sich nichts mehr tut, entscheidet mitten im Prozess.
Ein praktischer Tipp aus der Beratung: Mach ein Foto und leg es weg. Im Spiegel siehst du jeden Tag dasselbe, weil die Veränderung zu langsam ist. Im Vergleich zweier Bilder mit sechs Monaten Abstand siehst du sie sehr wohl.
5. Trink genug und pfleg die Haut einfach
Gut versorgte Haut ist geschmeidiger als trockene. Das macht aus loser Haut keine straffe, aber es macht einen sichtbaren Unterschied in der Oberfläche. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt für Erwachsene einen Richtwert von rund 1,5 Litern Flüssigkeit am Tag, Wasser oder ungesüßter Tee sind dafür die einfachste Grundlage, und eine schlichte, gut verträgliche Bodylotion nach dem Duschen reicht völlig aus. Wechselduschen und kurzes Abrubbeln mit einer weichen Bürste regen die Durchblutung der Haut an und tun schlicht gut. Mehr sollte man davon nicht erwarten, weniger aber auch nicht.

6. Schütz die Fasern, die du noch hast
Rauchen und ungeschützte Sonne greifen genau die Strukturen an, auf die es hier ankommt. Wenn du an einer Stellschraube drehen willst, die nichts kostet, dann an dieser. Sonnenschutz im Gesicht, am Dekolleté und an den Unterarmen ist dabei die alltagstauglichste Variante.

„Deine Haut hat Jahre gebraucht, um sich zu dehnen. Gib ihr wenigstens Monate, um zurückzukommen, bevor du dein Ergebnis verurteilst."
Andreas Kotte, Gründer von Körperverwandlung
Haut am Bauch nach dem Abnehmen straffen
Lose Haut an Bauch, Oberarmen und Oberschenkeln trifft Frauen unterschiedlich stark, und die Haut am Bauch ist dabei die häufigste Frage. Sie ist zugleich die schwierigste Stelle. Dort war die Dehnung meist am größten, dort kommen bei vielen Frauen Schwangerschaften dazu, und dort liegt vergleichsweise wenig Muskulatur direkt unter der Haut, die von innen ausfüllen könnte.
Wer die Haut am Bauch straffen will, braucht deshalb nichts anderes als am Rest des Körpers, es dauert dort nur länger. Krafttraining für den ganzen Körper bringt mehr als hundert Bauchübungen, weil es die Muskelmasse insgesamt hebt. Übungen für die tiefe Bauchmuskulatur, etwa der Unterarmstütz, verbessern zusätzlich die Haltung, und eine aufrechte Haltung verändert das Bild im Spiegel oft mehr, als man erwartet. Zu einem straffen Bauch kommst du also von innen nach außen.
Was an Bauch und Taille dagegen nicht funktioniert: gezieltes Abnehmen an genau dieser einen Stelle. Das gibt es nicht, auch wenn es hartnäckig behauptet wird. Und Bauchübungen straffen keine Haut, sie bauen den Muskel darunter auf. Das ist ein Unterschied, den viele Anbieter bewusst verwischen.

Erschlaffte Haut im Gesicht nach dem Abnehmen
Eine Frage, die selten offen gestellt wird und viele Frauen trotzdem beschäftigt: Warum sieht das Gesicht nach dem Abnehmen manchmal älter aus? Auch im Gesicht sitzt ein Fettpolster, das Konturen und Wangen füllt. Fällt es weg, wirkt die Haut im Gesicht schmaler und kann müder aussehen, besonders nach einer sehr schnellen Abnahme.
Auch hier gilt, was für den Rest des Körpers gilt: Ein ruhiges Tempo beugt am wirksamsten vor, und über die Monate gleicht sich vieles wieder aus. Sonnenschutz ist im Gesicht wichtiger als an jeder anderen Stelle, weil dort die meiste ungeschützte Strahlung ankommt. Und der Vergleich mit dem eigenen Gesicht von vor zwanzig Jahren ist unfair, denn ein Teil der Veränderung wäre ohnehin gekommen.
Natürliche Hautstraffung nach Gewichtsabnahme: was nichts bringt
Hier wird es unangenehm, denn dieser Abschnitt kostet uns nichts und anderen sehr viel. Sobald du nach loser Haut suchst, bekommst du Produkte angeboten. Die meisten davon halten nicht, was sie versprechen.
- Straffungscremes und Körperöle. Sie ziehen in die oberen Hautschichten ein und verbessern dort die Geschmeidigkeit. An das Fasernetz in der Lederhaut, um das es bei überschüssiger Haut geht, kommen sie nicht heran. Eine gute Lotion ist Pflege, keine Behandlung.
- Wickel, Kompressionsanwendungen und Bandagen. Der Effekt kommt vom Wasser, das kurzfristig aus dem Gewebe gedrückt wird, und ist nach ein paar Stunden vorbei.
- Rollgeräte und Massageapparate für zu Hause. Sie fördern die Durchblutung und fühlen sich gut an. Eine dauerhafte Straffung der Haut ist damit nicht belegt.
- Apparative Anwendungen im Studio. Sie werden meist als Paket über mehrere Sitzungen verkauft, sind entsprechend teuer, und die Anbieter haben ein offensichtliches Eigeninteresse an dem Ergebnis, das sie beschreiben. Wir raten weder zu noch ab, wir sagen nur: Lass dir vorher schriftlich geben, was genau versprochen wird.
- Kollagenpulver und Trinkampullen. Der Standardverkauf in diesem Themenfeld. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass für Kollagen keine gesundheitsbezogene Werbeaussage zugelassen ist, weil die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt ist. Der Bundesgerichtshof hat 2025 entschieden, dass kollagenhaltige Trinkampullen nicht mit einem strafferen Hautbild beworben werden dürfen.
Das heißt nicht, dass du dir nichts Gutes tun darfst. Wenn dir eine Lotion oder eine Bürstenmassage guttut, mach das. Nur erwarte davon keine Hautstraffung, und gib dafür kein Geld aus, das dir an anderer Stelle fehlt. Der Unterschied zwischen Wohlbefinden und Wirkung ist bei diesem Thema besonders groß.

Du willst wissen, wie das konkret bei dir aussehen kann?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, was in deinem Alltag realistisch möglich ist.
Haut straffen nach dem Abnehmen ohne OP: wo die Grenze liegt
Wir verkaufen keine Eingriffe, deshalb können wir dir sagen, was Kliniken selten so deutlich schreiben und was Abnehm-Anbieter oft weglassen: Es gibt eine Grenze, an der Ernährung, Training und Geduld nicht mehr weiterkommen.
Wenn nach starkem Gewichtsverlust große, hängende Hautlappen übrig bleiben, die deutlich über den Körper fallen, dann lässt sich das nicht wegtrainieren. Muskeln füllen aus, was an Volumen fehlt, aber sie entfernen keine Fläche. In solchen Fällen sind operative Eingriffe der einzige Weg, überschüssige Haut entfernen zu lassen. Bei einer Bauchdeckenstraffung etwa wird in einem chirurgischen Eingriff die Bauchwand gestrafft, die überschüssige Haut wird entfernt.
Ob das auf dich zutrifft, kann dir niemand über einen Blogbeitrag sagen, und wir tun es ausdrücklich nicht. Diese Frage gehört ärztlich beurteilt, am besten bei einer Fachärztin oder einem Facharzt für plastische und ästhetische Chirurgie, und in Ruhe, wenn dein Gewicht nach der erfolgreichen Gewichtsabnahme mindestens etwa ein Jahr stabil ist. Vorher ist eine Beurteilung wenig sinnvoll, weil sich bis dahin noch etwas verändert.
Zwei Dinge, die in diesem Gespräch wichtig sind und die du vorher wissen solltest:
- Bei rein ästhetischen Gründen tragen die Kosten in aller Regel die Patientinnen selbst. Eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse kommt in der Regel nur dann in Betracht, wenn ein medizinischer Grund vorliegt, etwa wiederkehrende Entzündungen in den Hautfalten. Das entscheidet immer die Kasse im Einzelfall, und danach fragst du am besten direkt dort.
- Jeder Eingriff hat Risiken und hinterlässt Narben. Auch das gehört in die Entscheidung, und eine seriöse Ärztin spricht von sich aus darüber.
Und noch ein Punkt, der uns wichtig ist: Wenn dich der Anblick deines Körpers so stark belastet, dass du dich zurückziehst, Termine absagst oder ständig darüber nachdenkst, dann ist das nichts, was du allein mit einer Übung lösen musst. Sprich das bei deiner Hausärztin an. Psychologische Unterstützung ist bei diesem Thema kein Zeichen von Schwäche, sondern eine sinnvolle Ergänzung, gerade nach einer großen Veränderung des eigenen Körpers.

Tipps für straffe Haut nach dem Abnehmen: die Kurzfassung
Wenn du dir aus diesem Beitrag nur eine Handvoll Sätze mitnimmst, dann diese:
- Nimm langsamer ab, als du könntest. Das Tempo ist der einzige Faktor, der die überschüssige Haut nach dem Abnehmen verhindert, statt sie hinterher zu behandeln.
- Iss jeden Tag Eiweiß, verteilt über alle Mahlzeiten. Ohne Baumaterial kein Umbau.
- Trainier zweimal die Woche mit Widerstand. Muskeln sind das Volumen, das die Haut wieder ausfüllt.
- Halte dein Gewicht stabil. Jedes erneute Auf und Ab kostet Elastizität.
- Rechne in Jahren, nicht in Wochen. Bewerte dein Ergebnis frühestens zwölf Monate nach der letzten größeren Abnahme.
- Spar dir Cremes mit Straffungsversprechen. Pflege ja, Wunder nein.
- Lass große Hautlappen ärztlich beurteilen, statt jahrelang zu hoffen oder zu grübeln.

Fazit: Straffe Haut nach dem Abnehmen braucht Zeit, Eiweiß und Muskeln
Schlaffe Haut nach einer Gewichtsabnahme ist kein Beweis dafür, dass du etwas falsch gemacht hast. Sie ist die Folge davon, dass dein Bindegewebe langsamer arbeitet als dein Fettstoffwechsel. Nach unserer Erfahrung bildet sich die überschüssige Haut über ein bis zwei Jahre deutlich zurück, und du kannst diesen Vorgang unterstützen: mit einem ruhigen Tempo, mit genug Eiweiß, mit Krafttraining und mit einem stabilen Gewicht. Was du dir sparen kannst, sind Produkte, die eine schnelle Straffung versprechen.
Und wenn am Ende doch etwas bleibt, das dich stört, dann ist das eine Frage für eine ärztliche Sprechstunde, nicht für dein Gewissen. Dein Erfolg beim Abnehmen wird dadurch nicht kleiner. Er sieht nur noch nicht so aus, wie du ihn dir vorgestellt hast, und das ändert sich meistens noch.

Du stehst noch am Anfang und willst es so angehen, dass deine Haut mitkommt?
Dann buche dir jetzt dein kostenloses und unverbindliches Beratungsgespräch bei Körperverwandlung, und wir schauen gemeinsam, was in deinem Alltag realistisch möglich ist.
In den allermeisten Fällen ja, zumindest zu einem guten Teil. Das Bindegewebe braucht dafür aber deutlich länger als der Fettabbau. Nach unserer Erfahrung aus der Beratung sind ein bis zwei Jahre bei stabilem Gewicht realistisch, und sichtbar wird die Veränderung oft erst zwischen dem sechsten und dem zwölften Monat.
Rechne in Monaten, nicht in Wochen. Nach unserer Erfahrung zeigt sich eine erste sichtbare Veränderung nach einem halben bis einem Jahr, das Endergebnis nach etwa zwei Jahren bei stabilem Gewicht. Wer nach acht Wochen ein Urteil fällt, bewertet mitten im Prozess.
Bis zu einem gewissen Grad ja: über ein langsames Abnehmtempo, ausreichend Eiweiß, Krafttraining und ein stabiles Gewicht. Bei großen, hängenden Hautlappen stoßen diese Mittel an eine Grenze. Ob das bei dir so ist, gehört ärztlich beurteilt, am besten wenn dein Gewicht mindestens ein Jahr stabil ist.
Das lässt sich nicht an der Kilozahl festmachen. Entscheidend sind dein Alter, wie lange das Gewicht bestand, wie schnell du abgenommen hast und wie viel Muskulatur du dabei gehalten hast. Zwanzig Kilo, die drei Jahre da waren, hinterlassen weniger als zwanzig Kilo über zwanzig Jahre.
Cremes pflegen die oberen Hautschichten und machen sie geschmeidiger, an das Fasernetz in der Lederhaut kommen sie nicht heran. Für Kollagenpräparate ist laut Verbraucherzentrale keine gesundheitsbezogene Werbeaussage zugelassen, weil die Wirksamkeit nicht ausreichend belegt ist. Als Pflege gern, als Straffungsmittel nicht.
Genauso wie am Rest des Körpers, es dauert dort nur länger: Krafttraining für den ganzen Körper, genug Eiweiß, stabiles Gewicht und Zeit. Gezieltes Abnehmen an einer einzelnen Stelle gibt es nicht, und Bauchübungen straffen keine Haut, sondern bauen den Muskel darunter auf.











