
Lipödem, Betonbeine und der Zweifel, ob sie es schafft: Michaelas Weg zu 28 Kilo weniger
Michaela hatte über Jahre Schmerzen in den Beinen, schwer und angespannt, Betonbeine, wie sie selbst sagt. Als sie im Mai anfing, war sie nicht überzeugt, dass sie das durchhalten würde. Sieben Monate später sind es 28 Kilo weniger, und die Schmerzen, die sie für gesetzt hielt, sind zurückgegangen.

Von Betonbeinen zu leichteren Schritten: Michaelas Geschichte
Das Problem
Michaela ist 52 und arbeitet im Büro bei der Deutschen Bahn. Sie hat Lipödem und Lymphödem, und über lange Zeit bestimmte das, wie sich ihr Alltag anfühlte. Sie hatte richtig Schmerzen in den Beinen. Schwer und angespannt seien sie gewesen, Betonbeine, wie man auch sagt. Dazu kamen Wassereinlagerungen und die Dellen an den Beinen. Bei 91 Kilo war das ein Zustand, den sie kannte, aber nicht mehr wollte. Als sie im Mai bei der Körperverwandlung anfing, war sie nicht überzeugt, dass es diesmal anders laufen würde. Am Anfang dachte sie, sie könne das gar nicht, vor allem den Teil mit dem Selberkochen und dem Verzicht auf Zucker.
Das Ziel
Michaela ging es nicht zuerst um eine Zahl auf der Waage. Es ging um die Beine. Um Schmerzen, die nachlassen, um Wassereinlagerungen, die weniger werden, um einen Körper, in dem Bewegung nicht jedes Mal wehtut. Dass sie trotz ihrer Zweifel überhaupt angefangen hat, war der erste Schritt. Sie hat sich entschieden, es auszuprobieren, obwohl sie sich selbst nicht zugetraut hatte, es durchzuhalten.
Das Ergebnis
Nach sieben Monaten stehen 28 Kilo weniger, von 91 auf 63. Wichtiger ist Michaela aber, was mit den Schmerzen passiert ist. Über die Ernährung merkte sie nach und nach, dass sie nachließen. Anfangs fiel ihr das gar nicht bewusst auf, es kam schrittweise. Und dann war da irgendwann der Punkt, an dem gar keine Schmerzen mehr da waren. Die Dellen an den Beinen sind ein Stück zurückgegangen, die Wassereinlagerungen weniger geworden. Ganz verschwunden sind sie nicht, und Michaela sagt das auch so: Die Erkrankung lässt sich nicht wegzaubern, aber sie lässt sich lindern. Manchmal denkt sie noch, sie träume.

Start
- 91 Kilo, Lipödem und Lymphödem
- Regelmäßig Schmerzen in den Beinen, schwer und angespannt
- Wassereinlagerungen und Dellen an den Beinen
- Krafttraining fiel wegen der Wassereinlagerungen schwer
- Der Gedanke, selbst zu kochen und auf Zucker zu verzichten, schien ihr nicht machbar
Ergebnis
- 28 Kilo weniger in sieben Monaten, von 91 auf 63
- Die Schmerzen in den Beinen ließen nach und waren irgendwann ganz weg
- Die Dellen an den Beinen sind ein Stück zurückgegangen
- Die Wassereinlagerungen sind weniger geworden
- Krafttraining gehört heute dazu, obwohl es anfangs schwerfiel
Warum sie diesmal nicht aufgehört hat
Der Anfang war für Michaela der schwierigste Teil, und zwar nicht aus den Gründen, die man vermuten würde. Das Krafttraining fiel ihr schwer, weil die Wassereinlagerungen sie ausbremsten. Sie hat es trotzdem gemacht. Und die Umstellung auf selbst gekochtes Essen ohne Zucker hatte sie sich vorher schlicht nicht zugetraut. Rückblickend ist genau das die Stelle, an der es gekippt ist. Nicht weil es leicht wurde, sondern weil sie drangeblieben ist, bevor sie ein Ergebnis sehen konnte. Die Schmerzen ließen erst nach und nach nach, so langsam, dass sie es zu Beginn nicht einmal bemerkte.
Heute redet Michaela darüber ohne große Worte und ohne Übertreibung. Sie weiß, dass Lipödem und Lymphödem nicht verschwinden, weil sie ihre Ernährung geändert hat. Die Krankheit lässt sich nicht wegzaubern, sagt sie, aber lindern lässt sie sich. Das ist ein nüchterner Satz für etwas, das ihren Alltag verändert hat. Und dann gibt es die Momente, in denen ihr das selbst noch unwirklich vorkommt, in denen sie denkt, sie träume. Sieben Monate vorher hätte sie nicht geglaubt, dass sie das schafft. Das ist vielleicht das Bemerkenswerteste an ihrer Geschichte: Sie hat angefangen, ohne an sich zu glauben, und ist geblieben, bis der Beweis von selbst kam.
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28 kg in 7 Monaten: Warum es plötzlich doch geklappt hat!
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